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Korrosionsbeständigkeit von amorphen Legierungen

Die außergewöhnliche Korrosionsbeständigkeit macht zusätzliche Beschichtungen überflüssig.

Die homogene und ungeordnete Anordnung der Atome in amorphen Metallen trägt zu deren Widerstandsfähigkeit gegen Korrosion und Erosion bei. 
In kristallinen Werkstoffen spielen die Korngrenzen eine wichtige Rolle bei der Bestimmung des Korrosionsverhaltens. Diese Grenzen können als Orte der Korrosionsauslösung und -ausbreitung dienen. Darüber hinaus kann das Vorhandensein bestimmter kristallographischer Ebenen zu Variationen der Korrosionsbeständigkeit innerhalb des Werkstoffs führen. Durchbruchspotentiale führen zu einer Erhöhung der Stromdichte des Korrosionsstroms und der Korrosionsgeschwindigkeit. 

In amorphen Werkstoffen sind die Atome in homogener und ungeordneter Weise angeordnet. Das Fehlen von Korngrenzen hemmt die Ausbreitung der Korrosion und sorgt für eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber chemischen Angriffen oder Umweltschäden. Darüber hinaus verringert das Fehlen von Defekten die Wahrscheinlichkeit örtlich begrenzter Korrosion, wie Lochfraß und Spaltkorrosion. 

Aufgrund ihrer ausgezeichneten intrinsischen Beständigkeit benötigen amorphe Metalle keine zusätzlichen Beschichtungen zum Schutz vor Korrosion und sind damit eine kosteneffiziente und dauerhafte Materialwahl für Industriezweige, in denen Schutz in aggressiver Umgebung unerlässlich ist.

Entdecken Sie die vielfältigen Vorteile, die amorphe Metalle in verschiedenen Industriebereichen bieten, sowie deren geeignete Anwendungen

Amorphe Legierungen in der Medizintechnik

Der Einsatz von amorphen Metallen bietet vielversprechende Lösungen für die Herausforderungen in der personalisierten Implantat-, orthopädischen und medizinischen Geräteherstellung. Mit biomechanischen Eigenschaften wie niedrigem Elastizitätsmodul und hoher Streckgrenze sowie einer zertifizierten Biokompatibilität zeigen amorphe Metalle Potenzial für eine verbesserte Versorgung der Patienten. Die Anwendungen reichen von Implantaten in der Wirbelsäule, Zahnmedizin und Traumatologie bis hin zu medizinischen Geräten und chirurgischen Instrumenten.

Amorphe Legierungen in der Medizintechnik
Amorphe Legierungen in Lifestyle Produkten

Neue Materialklassen sind nicht nur wegen ihrer Einzigartigkeit in High-End-Uhren interessant, sondern auch wegen ihrer Eignung bei der Suche nach Materialien für Zukunftstechnologien wie Wearables. Hier können empfindlichste Technologien auf miniaturisiertem Raum effizient geschützt und das Gehäusedesign perfektioniert werden. Lifestyle-Komponenten aus amorphen Metallen sind aufgrund ihrer Biokompatibilität nicht nur hoch korrosionsbeständig, sondern auch antibakteriell und ermöglichen durch ihre geringe Wärmeleitfähigkeit und hohe Oberflächenqualität einen angenehmen Hautkontakt.

Amorphe Legierungen in der Robotik
sowie Luft- und Raumfahrt

Amorphe Metalle bieten entscheidende Vorteile für Bauteile in der Luft- und Raumfahrtindustrie, darunter hohe Festigkeit, gestalterische Flexibilität und Korrosionsbeständigkeit. Sie sind auch bei niedrigen Temperaturen duktil und weisen eine gute Ermüdungsfestigkeit auf, wodurch sie ideal für Raumfahrtanwendungen geeignet sind. In High-Tech-Anwendungen überwinden amorphe Legierungen die Grenzen konventioneller Materialien, indem sie hohe Festigkeit und Elastizität bieten. Dadurch werden elastische Maschinenelemente wie Biegegelenke, Scharniere, Greifereinheiten und Federkomponenten effizient genutzt, wobei eine lange Lebensdauer und Verschleißbeständigkeit gewährleistet sind.